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Stürmisches Herbst- und Wintervergnügen auf Texel

Ende Oktober können wir auf Texel wieder mit Stürmen rechnen. Dann kann es durchaus passieren, dass der Wind mit mindestens Windstärke 9 über die Insel rast. Wer sich gerne mit den Elementen misst, ist auf Texel goldrichtig. Hier gibt es einige schöne Stellen, an denen Sie die ungebändigte Kraft der Natur erleben können.

Man redet oft von „Herbststürmen“, doch die schwersten Stürme auf Texel gab es bisher im Januar. So wurde auch Texel im Jahr 1953 von der Flutkatastrophe heimgesucht. In jener tragischen Nacht auf den 01. Februar tobte ein Nordweststurm; gleichzeitig trat eine Springflut auf. Der Deich des kleinen Polders De Eendracht brach und der Polder wurde überströmt. Sechs Freiwillige, die den Polder vor dem steigenden Wasser schützen wollten, kamen ums Leben. Auch 1976 und 1990 tobten die schwersten Stürme im Januar über die Insel. Glücklicherweise blieb es bei den meisten Texeler Stürmen bei Sachschäden. Starker Wind lockt viele Gäste und Einheimische an den Strand, um sich in den Wind zu lehnen und die Schaumköpfe auf den Wellen zu beobachten („Skuumkoppe“, wie auch der Name des Bieres der Texelse Bierbrouwerij lautet). Manchmal steigt das Wasser so hoch, dass ganze Stücke aus den Dünen weggerissen werden. Vor einigen Jahren ähnelten die Dünen bei Den Hoorn eher den weißen Klippen von Dover: Die Wellen hatten ein so großes Dünenstück weggetragen, dass eine Steilwand entstanden war. Auch De Slufter, das Naturgebiet in offener Verbindung mit dem Meer, wird bei Weststürmen überflutet. Von dem höhergelegenen Aussichtspunkt aus lässt sich das leicht erkennen.

Überfluteter Hafen

Von allen Dörfern Texels hat Oudeschild wahrscheinlich am meisten unter den Stürmen zu leiden. Nicht selten ist nach einem starken Sturm der Hafen überflutet und sind die Unternehmen am Kai nur noch mit dem Boot erreichbar. Von „Sturm“ sprechen wir übrigens erst, wenn die durchschnittliche Windgeschwindigkeit einer ganzen Stunde Windstärke 9 beträgt. Windstärke 10 bedeutet „schwerer Sturm“, 11 „sehr schwerer Sturm“ und Windstärke 12 „Orkan“.

Auch beim Leuchtturm an der Nordspitze der Insel können Sie die geballte Kraft der Stürme erleben. Auf der immensen Sandebene saust der Wind mit großer Geschwindigkeit um die Kurve und werden Sie als Spaziergänger regelrecht sandgestrahlt.

Schiffsstrandungen

Im Laufe der Jahrhunderte sind vor Texel zahlreiche Schiffe gestrandet und gesunken. Glücklicherweise geraten heutzutage kaum noch Schiffe in Schwierigkeiten – nicht zuletzt dank moderner Navigationsmittel, der Küstenwache und der Verlegung des Schifffahrtsweges weiter in Küstennähe. Am 28. Dezember 2001 gab es die letzte spektakuläre Schiffsstrandung: die der „Hunte“ bei De Koog. Das Schiff lag eine ganze Zeit am Strand und war zu einer echten Attraktion geworden. Es gab sogar „Koek-en-Zopie“-Verkaufsbuden, sodass man sich stärken konnte! Über viele dieser Strandungen gibt es spannende Geschichten. Und die wurden vom Schiffbruch- und Strandräubermuseum Flora (Pontweg, zwischen Den Burg und De Koog) zusammengetragen. Dort erfahren Sie nicht nur Genaueres über die Strandungen, sondern können auch so manches „Andenken“ bestaunen, das Strandräuber von den Schiffen haben mitgehen lassen, und echten Strandräubern beim Erzählen zuhören. Hier hilft es, wenn Sie ein wenig Niederländisch verstehen.

Übernachtung in Strandnähe

Erleben Sie die Jahreszeiten gerne ganz bewusst? Dann besuchen Sie Texel unbedingt im Herbst oder Winter. Lassen Sie sich bei einer Strandwanderung vom Wind in die Haare greifen oder entdecken Sie ein Stück Kultur in einem der sechs Museen auf der Insel Texel. Vakantiehuizen Texel, am Waldrand und unweit vom Strand gelegen, ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Ausflüge.